Mittwoch, 25. Februar 2009

Das Alte Rom in Pankow!

Das "Mitte Journal", eine Sonderveröffentlichung des Berliner Verlags, bringt in seiner aktuellen Frühjahrsausgabe vom Februar 2009 unter der netten Überschrift "Das alte Rom in Pankow" eine große Seite zur Alten Mälzerei Pankow:

Eine wie ich finde recht gelungene Darstellung, mehr geht leider nicht auf eine Seite :-). Das gesamte Mitte Journal gibt es auch als Download. (PDF, 2,5 MB)

Mittwoch, 18. Februar 2009

Hier noch ein paar Eindrücke:

Gesamtüberblick, Darrengebäude mit winterlicher Dekoration...


Verschneite Fensterbretter:


Zögerlich kriecht die noch tief stehende Wintersonne über die Mühlenstraße auf die Mälzerei:

Dienstag, 17. Februar 2009

Winter in Pankow!

Schon am ganzen Montag hat es viel geschneit, aber in der Nacht zum Dienstag wurde Pankow wirklich zum Wintertraum. Am Dienstagmorgen präsentierte sich die Mälzerei dann mit Zuckerguss:



Besonders schön die vielen kleinen Details, z.B. hier an den Floratürmen (R)



Mal schauen wie lange der Winter noch anhält und ob er die Bauarbeiten verzögert...

Samstag, 17. Januar 2009

Tagesspiegel: Die Burg für die Bierbrauer wollte lange niemand haben

DER BAU

Die Alte Mälzerei in Pankow gilt als eines der interessantesten Gebäude im Bezirk und war seine erste Industrieansiedlung. Zwischen 1881 und 1897 wurde die Mälzerei im Auftrag der Schultheiss-Brauerei gebaut – auf dem Gelände einer bereits seit dem Jahr 1874 bestehenden Malzfabrik.

DIE GESCHICHTE

In Auftrag gegeben hat die Mälzerei der Begründer der Schultheiss-Brauerei, Richard Roesicke. Die burgähnlichen Klinkerbauten mit Schloten, Türmchen und zinnenartigen Aufbauten sind typische Merkmale der Industriearchitektur des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Bis 1945 erzeugte die Fabrik pro Jahr 150 000 Zentner geröstetes Malz für die Bierherstellung. Nach dem Zweiten Weltkrieg beendete Schultheiss allerdings die Produktion. Die DDR nutzte das Gebäude als Warenlager der HO (Handelsorganisation). Die letzten 20 Jahre seit der Wende standen die denkmalgeschützten Gebäude leer.

DIE PLÄNE

Der Bezirk wollte ursprünglich Gewerbe auf dem Areal ansiedeln. Mit dem vormaligen Eigentümer, der Brau und Brunnen AG, gab es einen städtebaulichen Vertrag, der Bowlingbahn, Gastronomie und Kino vorsah. Doch kein Investor traute sich – bis 2007 die Terraplan das Areal kaufte. heid

(Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 17.01.2009)

Tagesspiegel: Neue Mitte

Seit der Wende verfällt die Alte Mälzerei im Zentrum Pankows. Am Montag beginnt ein Investor nun mit der Sanierung. Trotz mehr als 3000 Euro Kaufpreis für den Quadratmeter haben viele Anleger und einige Selbstnutzer Loftwohnungen gekauft

Von Kerstin Heidecke
17.1.2009 0:00 Uhr

Die Backstein-Schornsteine der Alten Mälzerei: Sie sind ebenso Wahrzeichen Pankows wie das Tor zum Bürgerpark oder das Schloss Schönhausen. Schade nur, dass das denkmalgeschützte Ensemble aus dem Jahr 1881 seit der Wende brachlag. Das wird jetzt anders. Das beliebte und meist erfolgreiche Konzept „Umnutzung historischer Industriearchitektur zu Wohnungen“ soll auch das 12 000 Quadratmeter große Areal zwischen Mühlenstraße und Neuer Schönholzer Straße wieder beleben. Ab Montag wird auf dem Gelände zur Freude des Bezirks und vieler „Ureinwohner“ Pankows gebaut. In den vergangenen Wochen wurden schon die alten DDR-Baracken und nicht tragende Bauteile entfernt. Bis zum Sommer 2010 sollen 140 Nobelwohnungen in den Backsteingebäuden entstehen. Rund 40 Millionen Euro nimmt der Nürnberger Mittelständler Terraplan dafür in die Hand.

„Das ist keine billige Baustelle. Angesichts der Größenordnung des Vorhabens war uns schon mulmig“, sagt der Potsdamer Architekt Eric van Geisten, der die Planung für die Mälzerei übernommen hat. Sein Architekturbüro ist zwar erfahren in der Sanierung denkmalgeschützter Bauten – es betreut das Chateau Palmeraie in Potsdam oder das Schützenhaus in Werder –, aber bei der Mälzerei gibt es dann doch ein paar besondere Hürden.

Dazu gehören, wie der Architekt sagt, „die abartigen Gebäudetiefen“ von bis zu 30 Metern. Üblich sind etwa zwölf Meter. Um Licht in die Wohnungen zu bekommen, werden deshalb in einigen Gebäudeteilen die Decken und Dächer entfernt. So entstehen Lichthöfe, die Sonne in die Wohnungen lassen. Die Grundrisse sind so gezeichnet, dass fast jede Wohnung an mehrere Fassaden grenzt. Und fast kein Grundriss gleicht dem anderen. Die Ein- bis Fünfzimmerwohnungen verteilen sich variantenreich auf 45 bis 270 Quadratmeter.

Fünf Gebäudeteile gruppieren sich insgesamt um einen Innenhof, der mit Bänken und Bäumen zu einer einladenden Piazza werden soll. Anders als bei ähnlich gelagerten Projekten wird es auf dem Mälzerei-Gelände – abgesehen von einer Tiefgarage – keinen Neubau geben.

Die zweite große Hürde war eine bauphysikalische. Wie können an der denkmalgeschützten Fassade Wärmedämmung und Schallschutz auf modernen Stand gebracht werden? Mit einigen Kniffen wie hochwertigen Fenstern und Dämmmaterial in den Laibungen hat der Architekt das Problem gelöst.

Von der „super Bausubstanz“, so sagt der Architekt, soll möglichst viel erhalten bleiben, so auch die inzwischen zweckfreien Türmchen und Schlote, die der Mälzerei das charakteristische Profil geben. Trotzdem werden etliche mit Holzschutzgiften aus DDR- und Vor-DDR-Zeit belastete Holzbauteile entfernt werden müssen. Ein Hingucker soll ein historisches Fassadenteil mit Rundbogenfenstern sein, das freistehend in das Ensemble integriert wird.

Geradezu euphorisch ist man im Bezirk. Keinerlei Zoff zwischen Bauamt und Bauherren. So gut und flink klappt’s selten, sagen alle Beteiligten. Zu einer Exkursion aufs Gelände, zu der die Terraplan im vergangenen Jahr geladen hatte, meldeten sich mehr als 1000 Besucher an, zum zweiten Termin fast ebenso viele. Nicht nur der Hauswart, der um die Ecke wohnt und jetzt Neugierigen Grundstück und Musterwohnung zeigt, ist voll des Lobes. Auch Stadtentwicklungsstadtrat Michail Nelken ist froh, dass die Kuh endlich vom Eis ist: „Ein kluger Bauherr und ein guter Architekt haben hier gezeigt, was geht: Ein Konzept, das denkmalgerechte Sanierung und neue Nutzung unter einen Hut bringt – und dabei auch noch wirtschaftlich ist.“

In zwei Bauabschnitten entstehen zunächst die Hesperidenhöfe und die Floratürme, im zweiten Teil die Minervasuiten und die Pomonagärten. „Ich bin jetzt wieder richtig fit in griechischer Mythologie“, sagt Terraplan-Marketingchef Tobias Danker heiter. Die ornamentreichen Fassaden haben das Nürnberger Team zu der Namensgebung inspiriert, die sich im Projekt wiederfinden soll. So werden die Hesperidenhöfe, benannt nach den Nymphen aus der Antike, goldene Früchte, na ja, Orangen- und Zitronenbäume bekommen. In den Pomonagärten, für die die altrömische Frucht- und Gartengöttin ihren Namen gab, sollen Hortensien, Spalierobst und ein Erlenhain wachsen.

Beim Verkauf hat die Terraplan offenbar auch von äußeren Faktoren profitiert: gute Infrastruktur, sanierte Straßen rund um das Objekt, Nähe zum Prenzlauer Berg mit seinen Cafés und Läden. Die Sache mit dem Fluglärm soll sich ja bis 2012 erledigen. „Wir haben mehr als drei Viertel der Wohnungen schon vom Plan weg verkauft“, sagt Tobias Danker. Und das trotz des Preises von 3150 Euro pro Quadratmeter. Nur 20 Prozent der Käufer werden ihr Garten-Loft oder die Galerie-Maisonette selbst nutzen, die meisten Eigentümer sind Kapitalanleger. In den alten Kontorhäusern wird es übrigens keine Wohnungen geben, sie werden zur Orangerie umgebaut: Dort sollen die Zitruspflanzen überwintern.

(Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 17.01.2009)

Sonntag, 23. November 2008

Ein paar Fotos von meiner aktuellen Begehung:

In der Darre:

In der Tenne:

Ein kleiner Nebenraum im Darrengebäude, der über eine kleine Wendeltreppe erreicht wird. Wer hier wohl (fensterlos) gewohnt hat?


Samstag, 22. November 2008

Willkommen...

Hallo und willkommen im Blog zum Umbau der Alten Mälzerei in Pankow. In den folgenden Tagen werde ich ein wenig nachtragen, was bisher schon an Bildern aufgelaufen ist...

Für heute erst einmal eine Ansicht von der Florastraße aus aufgenommen:

Mittwoch, 3. September 2008

Die "BZ" schreibt heute unter der Überschrift "Berlins beschwipste Wohnzimmer" in einem kurzen Beitrag über verschiedene ehemalige Brauereien und Mälzereien, darunter auch über die Alte Mälzerei in Pankow:

Wie die Alte Mälzerei in Pankow. Wo bis 1945 Braumalz geröstet wurde, baut Terraplan (Nürnberg) 135 Wohnungen und Lofts. Die denkmalgeschützten Mauern mit Zinnen und Spitzbögen bleiben erhalten. Quadratmeterpreis: zwischen 2950 und 3500 Euro. „Die exklusivste Wohnung ist 250 qm groß und liegt unter einer Wellnesskuppel“, sagt Tobias Danker von Terraplan. Dieses Luxus-Loft kostet stolze 875000 Euro… Im Oktober 2010 soll alles fertig sein.

Link zum Artikel

Mittwoch, 21. Mai 2008

be Mälzerei



Von Pankows Kathedrale der Industriearchitektur
sei mutig, sei visionär, sei berlin.

von Danker, Tobias
eingestellt am 21.05.2008

„Du bist verrückt mein Kind, du mußt nach Berlin.“ (Franz von Suppe)
Mit diesem Zitat startet die "Berlin-Seite" in unserem Bildband, den wir Januar 08 anlässlich der Restauration der alten Mälzerei Pankow herausgegeben haben. Was Suppé damit meinte? Wir denken es heute zu wissen. Als Nürnberger Projektentwickler wurden wir behütet im kleinen Potsdam groß. Dort waren es Begriffe wie Wachstumsstandort, Unternehmensgründungen, Arbeitsplätze, Natur und Stadtbild, die uns und unsere Kunden begeisterten. Jetzt restaurieren wir die ehemals größte Malzfabrik Pankows.

Es entstehen Suiten, Lofts und Maisonetten unter 8 Meter hohen Kuppeldecken. Warum wir nach Berlin gegangen sind? Wegen der Menschen, der Begeisterung, dem Flair und der bourgeois-bohemian. Und auch wegen dem Wachstum, den Unternehmensgründungen... Berlin ist jeden Tag etwas ganz anders. Brangelina und Tomcat laufen auf der einen Straßenseite und altachtundsechziger, Lehrer und Studenten auf der anderen. Berlin kann wundervoll zu dir sein. Berlin kann dich aber auch dahinkrepieren lassen. Berlin und Berlin das ist wie Pumps und Gummistiefel. In der Projektentwicklerbranche sind wir bekannt, weil wir gern etwas unkonventionell sind und Dinge anpacken die sich keiner Traut. So auch in Pankow.

Die alte Mälzerei: Die Schornsteine der Darrengebäude überragen die umstehenden Dächer um viele Meter. Sie sind ein ockergeklinkertes Monument; eine Kathedrale deutscher Industriearchitektur aus der Gründerzeit. Bei Sonnenunterlang werfen sie lange Schatten über die liebevoll sanierten Nachbarhäuser. Sie sehen fast ganz schwarz aus, weil das orangegelbe Licht die Augen blendet. Darauf freuen wir uns.

Wir danken allen die unseren Weg einer scheinbar nebulösen Vision mitgehen. Wir wissen, dass so etwas Verrücktes nur in Berlin geht.

Zum Originalbeitrag auf sei.berlin.de

Mittwoch, 27. Februar 2008

Und noch ein kleiner Fernsehbeitrag zur Mälzerei:

Mittwoch, 20. Februar 2008

Die Mälzerei in der Abendschau des RBB:

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